Termine

Die vierte Hauptversammlung des VJKW fand statt am Dienstag, 28. März 2017
im ICZ-Gemeindehaus
Protokoll der vierten Hauptversammlung VJKW 2017 (PDF)

Dritte Haupversammlung VJKW,
Donnerstag, 21. 04. 2016, 19.00 Uhr im ICZ-Gemeindehaus

Protokoll

Anwesend: Charles Lewinsky (Präsident) , Yvonne Domhardt, Michael Guggenheimer (Protokoll), Regula Heusser-Markun, Sima Kappeler, Andreas Kilcher, Eva Koralnik, Yvette Mottier, Monica Rom, Roman Rosenstein, Karen Roth-Krauthammer, Maximilian Teicher.

1. Begrüssung
Charles Lewinsky begrüsst die anwesenden Mitglieder zur dritten Hauptversammlung des Vereins.

2. Wahl der Stimmenzähler
Yvonne Domhardt stellt sich als Stimmenzählerin zur Verfügung.

3. Genehmigung des Protokolls der GV 2015
Das Protokoll der letztjährigen Versammlung wird verdankt und gutgeheissen.

4. Bericht des Präsidenten
An seinem 70. Geburtstag hat Charles Lewinsky einen Brief der ICZ erhalten, in dem ihm gratuliert und dem Verein VJKW für die Rettung der ICZ Bibliothek gedankt wird. Er berichtet, dass die zu Beginn noch gespannten Beziehungen zwischen dem Verein und der ICZ nach einer Sitzung zwischen der Präsidentin der ICZ und dem VJKW-Präsidenten und dem Protokollführer als hervorragend bezeichnet werden können. Die NEBIS-Arbeit ist aufgenommen worden. Bibliothekarin Kerstin Paul arbeitet an der Erfassung und hat bereits über 500 Einheiten in Ivrit aufnehmen können. Die komplette Aufschaltung der Datenkonversion erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt, noch ist die federführende ETH nicht so weit. Der Grant der Rothschild Foundation kommt für die Erfassung der Hebraica zum Einsatz. Entgegen der ersten Absicht können Studenten nicht für die NEBIS-Arbeit eingesetzt werden, was mit Weisungen der ETH zusammenhängt. Damit die aus London für die Datenerfassung gewährten Mittel nicht verfallen, wurde ein Arrangement mit Kerstin Paul getroffen, die bereits an der Uni Basel für NEBIS gearbeitet hat und die Berechtigung für diese Arbeit besitzt. Ein Abkommen des VJKW mit dem ICZ-Vorstand regelt den Arbeitseinsatz von Kerstin Paul. Bibliotheksleiterin Yvonne Domhardt absolviert derzeit die NEBIS-Schulung an der ETH. Der diesjährige Tag des jüdischen Buches mit seinen 5 Einzelveranstaltungen war ein grosser Erfolg, Höhepunkt war die Lesung mit Beate und Serge Klarsfeld. Sacha Batthyianys Buch „Und was hat das alles mit mir zu tun“ hatte seine Premiere am Tag des jüdischen Buches, die Schweizpremiere von Emanuel Bergmanns „Der Trick“ hat an diesem Tag stattgefunden, eine Entdeckung war Felix Stössingers Buch „Interniert“. Ein Vortrag und ein Gespräch mit Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 in Frankfurt hat den Tag abgerundet. Am 19. März 2017 wird der dritte Tag des jüdischen Buches stattfinden, wahrscheinlich wieder im Kulturhaus Helferei. Trotz der Terminkollision mit dem Filmfestival Yesh war der Besuch der Lesungen ein grosser Erfolg, fanden doch mehrere Lesungen vor vollen Rängen statt. Demnächst soll eine Sitzung aller Organisationen auf dem Platz Zürich stattfinden, die Kulturveranstaltungen zu jüdischen Themen durchführen. Es sind dies Omanut, das Lehrhaus, die Kulturkommission ICZ und diejenige der JLG sowie der VJKW. Gedacht wird an eine jüdische Kulturwoche sowie an eine terminliche Koordination von Veranstaltungen. Eine Woche der jüdischen Kultur hätte die Chance, von der Stadt finanziell unterstützt zu werden. Eine Aktion mit dem Titel „Adopt a Book“ hat zum Ziel einzelne kostbare oder besondere Bücher, die beschädigt sind, mit Hilfe einzelner Spender zu restaurieren. Roman Rosenstein berichtet ergänzend, dass manche dieser Bücher im Antiquariatsbereich zu Preisen erhältlich sind, der unter den Kosten einer Restaurierung liegen. An der kommenden Hauptversammlung der ICZ im Juli soll eine neue Bibliothekskommission der Gemeinde bestimmt werden. Der VJKW zählt 66 Mitglieder, 5 mit Wohnort im Ausland.

5. Kassenbericht und Ausblick
Roman Rosenstein erläutert den schriftlich vorliegenden Kassenbericht. Lilo Kistler wird für ihre unentgeltliche Arbeit verdankt. Die Suchaktion nach finanziellen Mitteln und Sponsoren ist nicht abgeschlossen. Alle Anwesenden werden darum gebeten, Namen von möglichen Donatoren unserem Quästor mitzuteilen. Insbesondere werden Donatoren jährlich wiederkehrender Beiträge gesucht.

6. Wahlen
Für die zurücktretende Monica Rom wird die Literaturwissenschaftlerin Sima Kappeler gewählt. Wiedergewählt werden: Andreas Kilcher, Roman Rosenstein und Maximilian Teicher. Eva Koralnik und Judith Stofer sind erst seit einem Jahr im Vorstand und müssen somit nicht wiedergewählt werden. Mit Applaus und einer kleinen Laudatio wird Charles Lewinsky für seine Präsidialzeit verdankt. Charles Lewinsky verbleibt im Vorstand. Als neuer Präsident wird Michael Guggenheimer gewählt.

7. Anträge
Es liegen keine Anträge vor.

8. Diverses
Nach der Versammlung begibt sich der Vorstand um 20.00 Uhr zu einem kleinen Imbiss im Restaurant Olive Garden.
12.05.2016 /mgu

 

Zweite Haupversammlung VJKW am Montag, 20. April 2015

im Saal der Augustin-Keller-Loge im ICZ-Gemeindehaus an der Lavaterstrasse.

19:00: Beginn der Versammlung. Der Präsident begrüsst zur zweiten GV des VJKW.

1. Begrüssung
Charles Lewinsky begrüsst die anwesenden Mitglieder und weist darauf hin, dass angesichts der erfolgten rückwirkenden Steuerbefreiung des Vereins ein zusätzliches Traktandum behandelt werden muss, weil die Steuerbehörden eine Anpassung der Vereinsstatuten verlangen. Er entschuldigt die beiden Vorstandsmitglieder Monika Rom, die krank ist und Roman Rosenstein, der im Ausland weilt.

2. Genehmigung des Protokolls der GV 2014.
Das Protokoll der ersten Vereins-Hauptversammlung wird einstimmig genehmigt und verdankt.

3. Bericht des Präsidenten

Der Verein VJKW zählt 62 Mitglieder, weitere Mitglieder sollten angeworben werden. Der Präsident bittet die Anwesenden, neue Mitglieder zu suchen.

Im abgelaufenen Vereinsjahr hat die Gemeindeversammlung der ICZ den Beschluss gefasst, die Bibliothek weiterzuführen. Die ursprünglich als Variante geplante Weitergabe von Büchern an die Zentralbibliothek wird nicht stattfinden.

Die Zusammenarbeit zwischen dem VJKW und der ICZ wird demnächst an einer gemeinsamen Sitzung geklärt werden. Der Verein muss insbesondere darauf achten, dass seine Gelder für die Sicherung der Bibliothek eingesetzt werden.

Information durch Yvonne Domhardt: Erste Verhandlungen mit NEBIS haben im März stattgefunden. Im Juni wird die ICZ Bibliothek sukzessive das NEBIS-System einführen. Die Katalogisierung der noch nicht elektronisch erfassten Hebraica wird noch in diesem Jahr beginnen. Von der Arbeitsaufnahme dieses Schrittes noch im laufenden Jahr hat die Londoner Rothschild Foundation die Zusage ihrer Beiträge abhängig gemacht.

Im Dezember 2014 hat das 75. Jahrjubiläum der ICZ Bibliothek stattgefunden. Yvonne Domhardt und Kerstin Paul, die beiden Bibliothekarinnen, haben einen Jubiläumsband mit 75 Beiträgen herausgegeben. Yvonne Domhardt berichtet darüber: Rund 200 Personen waren an der Buchpremiere im ICZ Gemeindesaal anwesend. Eine Buchpräsentation konnte in den Räumen der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Leipzig stattfinden, eine weitere in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Bern. Eine weitere Buchpräsentationen, in der auch auf die Tätigkeit des Vereins VJKW hingewiesen werden soll, findet im Literaturhaus Zürich statt, geplant ist eine Präsentation am Frankfurter Sitz der DNB und eine weitere bei der Mendelsohn Akademie in Halberstadt (D). Insgesamt 20 Besprechungen sind bereits in diversen Medien erschienen.

Der zweite Tag des jüdischen Buchs fand im März im Theater Stadelhofen statt. Krimiautor und Vereinsmitglied Alfred Bodenheimer las aus seinen beiden Krimis vor, die im jüdischen Milieu Zürichs spielen. Barbara Honigmann aus Strassburg stellte ihr neues Buch „Chronik meiner Strasse“ vor. Prof. Itta Shedletzky, Jerusalem, hielt einen Vortrag mit dem Titel  “Bücher bedeuten für mich Städte, Städte Bücher – Bücher in Bibliotheken und Bibliotheken in Büchern“, Prof. Emile Schrijver aus Amsterdam hielt einen Bildervortrag zum Thema „Die Kunst des jüdischen Buchs“.

Im kommenden Jahr soll wiederum im März ein „Tag des jüdischen Buchs“ durchgeführt werden, wobei dieses Mal die Veranstaltung nicht länger als bis 18.00 Uhr dauern sollte. Bereits jetzt, fast ein Jahr vor diesem dritten Tag des jüdischen Buchs, liegen Vorschläge von Verlagen und Autoren vor.

4. Finanzen
Der Kassenstand Ende 2014 betrug Fr. 102 482.

Fr. 50 000 gehen dieses Jahr an die ICZ für den Erhalt der Bibliothek. Gesichert sind zwei weitere Tranchen in derselben Höhe.
Weitere grössere Kosten werden durch die Umstellung auf NEBIS entstehen.

5. Jahresbeitrag
An der letztjährigen Versammlung wurden Alternativen bei den Mitgliederbeiträgen vorgeschlagen. Die Versammlung beschliesst auf Antrag des Vorstandes, die Jahresbeiträge so zu belassen wie ursprünglich festgesetzt.

6. Statutenänderung
Die Versammlung beschliesst einstimmig folgende Ergänzungen der geltenden Statuten:

Art. 2 Zweck
Zusätzlicher Satz: „Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn“.

Art. 13 Vorstand:
Zusätzlicher Satz: „Die Mitglieder des Vereinsvorstandes sind ehrenamtlich tätig und haben grundsätzlich nur Anspruch auf Entschädigungen ihrer effektiven Spesen und Berufsauslagen. Für besondere Leistungen einzelner Vorstandsmitglieder kann eine angemessene Entschädigung ausgerichtet werden.“

Art. 14 Haftung und Vermögen
Zusätzlicher Satz: „Im Falle der Auflösung des Vereins sind die verbleibenden Mittel einer steuerbefreiten Institution mit gleicher oder ähnlicher Zielsetzung zuzuwenden. Eine Verteilung unter die Mitglieder ist ausgeschlossen.“

7. Wahlen
Alfred Bodenheimer tritt infolge Wegzugs aus Zürich vom Vorstand zurück. Sein Einsatz für den Verein und für die Bibliothek wird vom Präsidenten verdankt.
Nachdem sie sich einzeln vorgestellt haben, werden Eva Koralnik, Literaturagentin in Zürich und Judith Stofer, Theologin und Journalistin in Zürich, einstimmig als neue Mitglieder des Vorstands gewählt. Präsident und Vorstand danken den beiden Damen für ihr Engagement.

8. Varia
Es liegen keine Anträge vor. Der Präsident berichtet von einer Besichtigung, die der Vorstand unmittelbar vor der Versammlung in der Bibliothek vorgenommen hat. Mehrere Tausend Bücher müssten restauriert werden. Ein erster Kostenvoranschlag liegt vor, weitere werden demnächst eingeholt. Die theoretischen Gesmatkosten übersteigen die Mittel von ICZ und VJKW bei weitem. Deshalb soll eine Aktion mit dem Titel „Adopt a Book“ gestartet werden, in der Einzel­personen oder Institutionen die Kosten der Restaurierung von einzelnen Büchern übernehmen. Die Aktion, die der Verein VJKW initiieren will, soll noch in diesem Jahr stattfinden.

Der Präsident schliesst die GV um 19:38 Uhr
Für das Protokoll
Michael Guggenheimer